Der Chiemgau, eine aufstrebende Region

Chiemgau - reich an Bodenschätzen
Der Chiemgau blickt auf eine ebenso reiche wie wechselvolle Geschichte zurück: schon in der Frühsteinzeit besiedelt, zog der an Bodenschätzen reiche Chiemgau Kelten, Römer und Karolinger an, bevor er im Jahr 1180 als Teil des bayerischen Herzogtums von Kaiser Friedrich I. Barbarossa an den Wittelsbacher Herrscher Otto I. übertragen wurde. Kirchlich gehörte der Chiemgau lange zum großen Salzburger Erzbistum, bevor er im Zug der Säkularisation dem Erzbistum München und Freising zugeschlagen wurde.

Chiemgau-Geschichte: Holz, Salz und harte Arbeit
Das Salz spielt in der Chiemgau-Geschichte eine besonders wichtige Rolle. Es war schon immer ein begehrtes Gewürz und lange Zeit das einzige Mittel, um Essen haltbar zu machen. Somit waren die Salzbergwerke in der Chiemgau-Geschichte wirtschaftlich wichtige Institutionen. Zur Befeuerung der Salinen wiederum wurde Holz in großen Mengen benötigt. Das oftmals harte Leben der Holzknechte lässt das Ruhpoldinger Holzknechtmuseum authentisch auferstehen: Vom Alltag der Holzarbeiter, ihren Werkzeugen und Unterkünften zeugen viele Ausstellungsgegenstände. Ebenso lebendig und nachvollziehbar wird die Verbringung der schweren Holzstämme in die Traunsteiner Saline mit Schlitten im Winter und zu den anderen Jahreszeiten als "Holztrift" auf der Traun. Diesen wichtigen Teil der Chiemgau-Geschichte sollten Sie unbedingt erleben.